border border border border
border
  http://www.iot-consulting.de   04.09.2010  
border border border
image image image
border border IOT Dr. Sorg Unternehmensberatung
 arrow 
 Home arrow IOT Monitor arrow August 2006 arrow Editorial IOT Dr. Sorg Unternehmensberatung
border border

Hauptmenü
Home
Unternehmen
Beratungsangebot
ECM-Studie
Karriere
IOT Monitor
Events & Publikationen
Lehrtätigkeit Prof.Sorg
Kontakt
Impressum
IOT Monitor

Editorial August 2006 PDF Drucken E-Mail

Image

Image

Liebe Leserin, lieber Leser!

Image

Die Fußball-WM 2006 ist Geschichte. (Fast) alle haben´s vorher gewusst: das wird nichts. Für die Deutschen. Das WM-Debakel lag gewissermaßen in der Luft. Und dann kam es doch anders, völlig anders. Wir erlebten eine Rundum-Erfolgsgeschichte. Beachtung verdient nun weniger der sportliche Erfolg als vielmehr der Kontext der Story.

Wie war das genau mit Klinsi? Er stand mit dem Rücken zur Wand. Galt eher als Notlösung. Man erinnere sich! Unbehagen machte sich schnell breit. Neue Spieler, andere Methoden, keine Denkmäler. Dann auch noch der transatlantische Wohnsitz... Im Rückblick kann man sagen: Klinsmann hat alles richtig gemacht. Stichwort „Kontinuität“ seines Wirkens: Aber anders als üblich buchstabiert. Stammplätze gab es nicht mehr. Leistungsförderung durch Schonung auch nicht. Jung, sogar „unbekannt“ durften die Spieler sein. Und sie durften auch Fehler machen. Die personellen und spieltaktischen Entscheidungen verschlugen vielen Leuten, auch jenen vom „Fach“, die Sprache.

Trotz stetigem und zeitweise bedrohlichem Meckern im Hintergrund blieb Klinsmann vordergründig ungerührt. Er nahm seine vereinbarten Rechte in Anspruch. Sein Ziel war der Gewinn der WM. Das war sein Fixpunkt, für zwei Jahre, er strickte sein Reformkonzept für Spielweise und Mannschaft. Dann trat er ab, kurz und bündig. Dass es „nur“ der dritte WM-Platz wurde, ist letztlich nicht von Belang.

Was verkörpert hier die Kontinuität? Seinem Konzept und sich persönlich treu zu bleiben, heißt die eine Botschaft. Das Format einer Persönlichkeit drückt sich darin maßgeblich aus. In der Bereitschaft zur Veränderung und dem Mut zum Neuen als Wegmarken der „Kontinuität“ liegt die zweite Botschaft. Der Schlüssel zum Erfolg ist der Prozess, der angestoßen wurde, nicht (primär) die federführende Person. Auch das hat „Klinsi“ mit seinem schlichten Abgang verdeutlicht. Man darf gespannt sein, ob die Protagonisten der Nach-Klinsi-Ära das kapiert haben.

Auch sonst in der Wirtschaft ist das passende Verständnis von Kontinuität und Erfolg eine Überlebensfrage. Der Blick in den Rückspiegel prägt so manche Unternehmensstrategie. Der Sprung ins unbekannte Wasser ist für viele eine Schreckensvorstellung. Das Festhalten an Bewährtem hingegen eine stetige Versuchung. Wohl dem der sich das leisten kann, zumindest für eine Weile. Letztere ist eine Frage des Rippenspecks. Dann ist Schluss. Klinsmänner braucht das Land.

Ihr Stefan Sorg

 

Nach Oben Nach Oben Nach Oben
IOT

border borderborder border
     
border
border
border border
border border border border
border border border border