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Liebe Leserin, lieber Leser!  | Hand aufs Herz: wie genau wissen Sie, welchen Nutzen eine geplante Investition wirklich stiften wird? Richtig, die Frage ist suggestiv und will Ihnen ein befreiendes Geständnis entlocken: „Eigentlich wissen wir es oftmals nicht genau, da sind zu viele Annahmen, die sich als haltlos herausstellen könnten.“ |
Aber: Unterlassen Sie deshalb solche Investitionen? Da haben wir es! Investieren hat etwas mit Optimismus, mit Gestaltungswillen und „etwas unternehmen“ zu tun. Da schwingt auch Ungewissheit mit. Sie wollen natürlich immer einen positiven Beitrag durch die Investition erwirtschaften – aber welchen und in welchem Volumen? Relativ einfach fällt die Antwort, wenn es sich um eine Ersatzinvestition handelt, die auf Basis eines gesicherten Verwertungszusammenhangs den Güterverzehr messbar verringert (Kosteneinsparungen). Ähnlich gut sieht es bei Erweiterungsinvestitionen aus, sofern die Verwertungschancen des erhöhten Investitionsoutputs tatsächlich außer Frage stehen. Doch sind das die spannenden Investitionsentscheidungen, die den Unternehmer oder das Management umtreiben und die Firma markant voranbringen? Nein, meistens jedenfalls. Es gibt viele Gründe, weshalb Investitionen innovativ sein müssen – sie werden getätigt um neue Höhen im mehrfachen Sinne zu erklimmen: durch neue Verfahren zu Produktivität und Qualität auf bislang nicht gekanntem Niveau, durch neue Outputs (Produkte) zu neuen Kunden und Märkten, durch diese Spielräume zu entscheidend verbesserten Margen... Und hier wird es mit mancher Investition im Vorfeld schwierig. Gerade die wegweisenden Investitions-Entscheidungen entziehen sich scheinbar und paradoxerweise einem ökonomisch bewährten und verlässlichen Kalkül. Was bringt die Übernahme eines Wettbewerbers, was die Implementierung eines Wissensmanagementsystems? Echte Horrorfragen für so manchen Kostenrechner und Controller... Was bedeutet das für den Wirtschaftssektor praktisch? Auf der einen Seite: wir brauchen mehr denn je „Unternehmer“ mit Imagination und Mut, die das kaum Rechenbare bei ihrer Entscheidung konstruktiv einbringen und vielleicht auch zum maßgeblichen Kriterium erklären. Andererseits: wir sollten nicht ruhen, den Horizont methodischer Abwägung zu erweitern – einfach dadurch, dass wir bewährte aber erstarrte ökonomische Denkschemata aufbrechen und behutsam „innovieren“. Hierzu möchte diese Ausgabe des IOT Monitor einige Gedanken beisteuern. Ich wünsche Ihnen einen unternehmungsfreudigen Sommer! Ihr Stefan Sorg
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