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Ausgabe Januar 2004 PDF Drucken E-Mail

IOT-Monitor

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 Liebe Leserin, lieber Leser!

Prof. Dr. Sorg

 Ich wünsche Ihnen ein gesundes und erfolgreiches Neues Jahr!

Vertrauensbildende Maßnahmen der Unternehmen für ihre Stake-holder sind „in“ – spätestens seitdem die Megaskandale um ruinierte Konzerne, gefälschte Bilan­zen und nicht weniger falsch gestrickte, gierige Manage

die Medien auf Trab halten. Diese modernen Formen des Raubrittertums waren zweifellos förderlich für die Verstärkung des Bedürfnisses nach wirksamer Kontrolle...

Und doch liegen die Probleme dieser Kontrolle weniger in der Kriminalitäts-bekämpfung als vielmehr in der Verbesserung der laufenden Unternehmens-aufsicht und -steuerung. In vielen Unternehmen steht einer umfassend befugten Exekutive (Vorstand o. Geschäftsführung) keine schlagkräftige und kompetente Aufsicht gegenüber. Die praktizierten Regeln der Zusammenarbeit zwischen den beiden Funktionen greifen nicht wirklich. Wenn es sie denn geben sollte. Relevante Informationen für die Aufsicht stehen nicht selten lückenhaft, verspätet oder gar nicht zur Verfügung. Unternehmenskritische Entscheidungen kommen gar nicht, eher zufällig oder nur unter großem Druck auf den Prüfstand der Aufseher. Selbst sattsam bekannte Fehlerfallen, wie etwa unbeschnittene Machtfülle, Festhalten an wirkungslosen Lösungsverfahren („do as before but more“), Überschätzung von Chancen oder Diskontierung von Risiken, werden nicht hinreichend als Alarmzeichen erkannt und genutzt.

Die Dunkelziffer der (durch Aufsichtsgremien) unzureichend überwachten Unternehmen liegt vermutlich sehr hoch, vor allem im Bereich der mittleren Unternehmen und der Familienunternehmen. Sie stehen nicht wie die großen Publikumsgesellschaften im Rampenlicht der kritischen Wirtschaftsöffentlichkeit. Sie können auch eher selten auf erfahrene Persönlichkeiten zur Besetzung ihrer Aufsichtsgremien zurückgreifen, erst recht nicht auf solche, die sich ganzer Stäbe zur Prüfung von Planungen, Analysen und Daten bedienen können. Diese Unternehmen stecken in der Bredouille, mit begrenzten Mitteln wirksame Kontrolle aufbauen zu müssen. Und sie müssen der Versuchung widerstehen, sich einer Aufsicht (die unbequem ist und daher diesen Namen verdient) überhaupt zu entziehen.

Punktum: Unternehmensaufsicht ist alles andere als ein wiederkehrendes Kaffeekränzchen. So manche Nuß bei der Gestaltung der Aufsichtspraxis haben die Unternehmen noch zu knacken. In dieser Ausgabe des Monitor möchten wir Ihnen einige Gedanken zu diesem Thema präsentieren und Ihnen auch unsere diesbezüglichen Beratungsmöglichkeiten näherbringen.

Ihr Stefan Sorg

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